#theQandAnija – Wie du auf einem Hochzeitsblog gefeatured wirst und warum perfekte Bilder kein Haupt-Kriterium sind.

Eigentlich ist es doch ganz einfach. Ich muss nur tolle Bilder machen und dann sollten sich die Hochzeitsblogs dieser Welt um mich reißen. Sollte man meinen. Meeeeep. Falsch gedacht. Grundsätzlich: Selbstverständlich müssen deine Bilder eine bestimmte und angemessene Grundqualität haben, um für ein Feature auf einem Hochzeits-Blog in Frage zu kommen. Aber davon mal abgesehen gibt es noch so viel mehr Faktoren, die da mit reinspielen als nur "gute Bilder".

Es gibt so viele wundervolle Hochzeitsblogs, die tagtäglich gefühlte tausend Mails mit Submissionen von Hochzeitsfotografen bekommen. Die meisten haben bereits umfangreiche Informationen darüber, wie eine Submission grundsätzlich auszusehen hat, um überhaupt in die nähere Auswahl zu kommen. Und das gleich vorweg: LEST DIESE PUNKTE DURCH! Das haben die nicht zum Spass geschrieben.
Von den technischen Vorgaben (Bildgröße, Auflösung, Anzahl etc.) mal abgesehen, wird aber ein Punkt von den meisten "Bewerbern" übersehen.

Deine Bilder und vorallem das was sie zeigen, müssen schon vom Grundstil her dem entsprechend, wofür der Hochzeitsblog steht. Es gibt Blogs, die sich eher auf urbane Hochzeiten spezialisiert haben, welche die eher natürliche, verspielte Hochzeiten zeigen, Hochzeitsblogs für Feiern in den Bergen, total ausgeflippte, schrille Parties oder auch nur voll durchgestylte High-End Hochzeiten. Es ist für jeden was dabei. 

Ein Beispiel – Ich wollte die Bilder aus der Engagement Session von Sara&Stefan in Portugal unbedingt veröffentlichen, weil sie exakt das sind, was ich mag, was mich inspiriert und was ich auch künftig weiter fotografieren möchte. Und wie passend zu einem Strand-Pärchen-Shooting ist da ein Hochzeitsblog, der sich auf mediterane Hochzeiten und alles drumherum spezialisiert. 

Mach dir wirklich ein Bild von den Blogs, schau dir genau deren Stil an, kenn den Blog auswendig und beantworte die Frage, ob deine Bilder bzw. die Hochzeit/Styled Shoot, das du einsenden willst, ganz ehrlich. Spart euch Zeit und schlechte Laune nach ner Absage und dem Blog ebenfalls Zeit 🙂

Ich durfte zu diesem Thema Susanne Rademacher vom bekannten, deutschen Hochzeitsblog Lieschen heiratet befragen, die mir Rede&Antwort stand und folgende Tipps und Hinweise gab:
 


Sei am Anfang streng mit dir selbst – sprich: reiche nur höchste Qualität ein und zeige nur Deine besten Bilder. Lieber 20 Top-Bilder als 50 mal „geht so“.

Oft sind gerade Neulinge unsicher und greifen auf bekannte Ideen und Trends, die derzeit überall zu sehen sind, zurück – in der Hoffnung damit den Zahn der Zeit zu treffen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die Blogs möchten nicht drei-vier mal das gleiche Konzept zeigen, sondern Bilder, die neu und innovativ anzusehen sind und trotzdem dem Grundstil des Blogs entsprechen.

Also: Sei mutig. Was gerade überall zu sehen ist, mag schön sein – aber das haben alle schon gesehen! Sei mutig, trau dich an neue Themen und Trends und habe ein konkretes Konzept im Kopf für das Thema und die Bilder, die du zeigen willst. Vor allem: Erzähle eine Geschichte mit deinen Bildern.

Ein absolutes NO-GO: Parallel-Einsendungen. Hab Geduld, während du auf die Rückmeldung eines Blogs wartest. Und dann, wirklich erst dann, wenn du eine Absage bekommen hast, schickst du die Bilder an einen anderen Blog. Wenn die erste Kontaktaufnahme gut läuft, geht auch die weitere Zusammenarbeit schön weiter!


Aus meiner Erfahrung heraus lässt man sich gerade als Newbie leicht verunsichern, wenn man eine Absage bekommen hat. Nimm das als Anlass, dich selbst noch mehr zu pushen. An dir zu arbeiten, neues zu kreiren.
Denn abgesehen davon, dass Bilder, die du bei einem Blog einsendest, natürlich Qualität haben sollten – deine Bilder können qualitativ und auch deinen eigenen Style betreffend noch so gut sein. Wenn der Inhalt und das Konzept nicht zum Blog passen oder nicht einzigartig genug sind, werden sie dennoch nicht angenommen. Das was auf den Bildern zu sehen ist, zählt mindestens genauso viel, wenn nicht mehr.

Daher solltest du nicht zu sehr an dir und deiner Arbeit zweifeln, aber trotzdem ehrlich reflektieren, woran es gelegen haben könnte. Bleib dran! Denn Veröffentlichungen auf Hochzeitsblogs sind für mich, neben persönlichen Empfehlungen, die beste Werbung.

Viel Spass beim Einsenden! 
Alles Liebe,
Anija

 

 

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